Selektives Lasersintern (SLS) ist ein Verfahren, um räumliche Strukturen durch Sintern aus einem pulverförmigen Kunststoff herzustellen.

Es ist ein generatives Schichtbauverfahren: das Werkstück wird Schicht für Schicht aufgebaut. Durch die Wirkung der Laserstrahlen können so beliebige dreidimensionale Geometrien auch mit Hinterschneidungen erzeugt werden, z. B. Werkstücke, die sich in konventioneller mechanischer oder gießtechnischer Fertigung nicht herstellen lassen.

Durch den hohen maschinellen Aufwand und insbesondere die vom generierten Volumen abhängenden Prozesszeiten (die im Bereich von Stunden, bei großen Teilen mit hohen Genauigkeitsanforderungen auch von Tagen liegen können) werden die Verfahren besonders zum Fertigen von Prototypen und kleinen Stückzahlen komplizierter Teile verwendet.

Typische Materialien die verarbeitet werden sind Polyamid 11 und 12 sowie gummiartige Werkstoffe und PEEK. SLS-Teile weisen eine verfahrenstypische porige, raue Oberfläche auf und eignen sich daher nur eingeschränkt für Sicht- und Haptikteile.